Angedacht

Johannes Dübbelde, PfarrerLiebe Leserinnen und Leser,

Am 31. Oktober vor 500(!) Jahren befestigte Dr. Martin Luther der Legende nach seine schon bald danach weltberühmten 95 Thesen an dem Portal der Schlosskirche zu Wittenberg.

Auch wenn dieser „Thesenanschlag“ des damaligen Theologieprofessors historisch nicht hundertprozentig belegt ist: Die Thesen gab und gibt es. Einige sind auch heute noch aktuell, zum Beispiel diese: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr und niemandem untertan (im Glauben), aber auch ein dienstbarer Knecht und jedermann untertan (in der Liebe)“. Für meine Frau und mich war es durchaus ein erhebendes Gefühl, im Urlaub vor genau dieser Tür (siehe Foto) zu stehen, die in einer so nachhaltigen Weise in die Geschichte nicht nur der deutschen, sondern der weltweiten Christenheit eingegangen ist.

Eine andere Erkenntnis der Reformation lautet übrigens: „Ecclesia semper reformanda est“. Das ist lateinisch und heißt auf Deutsch „Die Kirche muss sich immer erneuern“. Das heißt: Kirche ist nur dann Kirche, wenn sie sich immer wieder erneuert und zur Erneuerung bereit ist.

Am 22. Oktober können Sie erleben, wie die drei christlichen Gemeinden unserer Region diese Botschaft in Zusammenarbeit mit dem NN-Theater der NEUEN VOLKSBÜHNE KÖLN und unserem ökumenischen Projektchor zeichenhaft umzusetzen versuchen. Karten zu 18 bzw. 11 Euro (Schüler und Studenten) gibt’s im Vorverkauf des ZAP und an der Abendkasse.

Ihr Pfarrer Johannes Dübbelde


Ihre Ansprechpartner zu Trauungen, Taufen, Bestattungen

Liebe Gemeinde!
Die Pfarrer unserer Gemeinde bemühen sich sehr darum, bei den sogenannten „Amtshandlungen“ (Taufen, Trauungen, Bestattungen) Ihren individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das ist uns als Gemeinde ein wichtiges Anliegen!

In letzter Zeit stellen wir fest, dass die konkreten Zuständigkeiten unserer Pfarrer vielen nicht bekannt sind. Dies hat zur Folge, dass die Mitarbeiterinnen unseres Gemeindebüros sich häufig mit Anfragen beschäftigen müssen, die die Zuständigkeiten der beiden Pfarrer betreffen.

Pfarrer Dübbelde (Tel. 06746 343) ist zuständig für alle Orte der Verbandsgemeinde Emmelshausen mit Ausnahme der Stadt Emmelshausen.
Im Einzelnen sind dies die folgenden Orte: Halsenbach, Ehr, Mermicher Hof, Ehrer Heide, Kratzenburg, Dieler, Ney, Gondershausen, Mermuth, Beulich, Morshausen, Schwall, Dörth, Hungenroth, Karbach, Leiningen mit Lamscheid, Norath, Pfalzfeld mit Nenzhäuserhof, Hausbay, Lingerhahn, Maisborn, Niedert, Thörlingen, Bickenbach, Mühlpfad, Badenhard, Birkheim und Utzenhain. Außerdem kümmert er sich um die Gottesdienste sowie die Seelsorge und die Bestattungen von Menschen mit Wohnsitz im Altenheim Emmelshausen. Ausnahmen sind möglich, wenn eine Beerdigung z.B. von dem Pfarrer bzw. der Pfarrerin des ursprünglichen Heimatwohnsitzes der verstorbenen Person gewünscht wird.

Pfarrer Risch (Tel. 06747 326) ist zuständig für die Stadt(!) Emmelshausen sowie die Orte Buchholz, Herschwiesen, Oppenhausen, Windhausen, Hübingen, Udenhausen und Nörtershausen mit Pfaffenheck. Darüber hinaus verantwortet er zurzeit die Konfirmandenarbeit der Gesamtgemeinde.
Wenn Sie eine Ausnahme von dieser Regel wünschen, bitten wir Sie, zunächst mit dem für Sie zuständigen Pfarrer Kontakt aufzunehmen. Der Umweg über unser Gemeindebüro ist nur zeitraubend und in der Sache auch nicht erforderlich.

Wir sagen herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Das Presbyterium


Reformation im Hunsrück

Presbyteriumsausflug am 2. September

In diesem Jahr setzte sich das Presbyterium unserer Gemeinde – passend zum Reformationsjubiläum – mit den reformatorischen Bestrebungen in unserer Heimat auseinander:

Zunächst trafen sich die Presbyterinnen und Presbyter im Gemeindehaus in Pfalzfeld, um nach geistlicher und leiblicher Stärkung kleinen Vorträgen unserer beiden Pfarrer über interessante Details der Reformationsgeschichte im Vorderhunsrück zu lauschen.

Pfarrer Dübbelde erzählte über die sehr frühe Einführung der Reformation 1528 in den hessischen Gebieten unserer Gemeinde (Bezirk Pfalzfeld), während Pfarrer Risch über die beiden schon lange untergegangenen evangelischen Gemeinden in Gondershausen und Norath berichtete. Außerdem verwies er darauf, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass der berühmter Zürcher Reformator Ulrich Zwingli gemeinsam mit anderen prominenten Zeitgenossen im Jahr 1529 durch das Gebiet unserer Gemeinde gekommen ist, um nach Marburg zu gehen, wo er im berühmten Marburger Religionsgespräch auf Martin Luther traf.

Im Anschluss an die Vorträge besichtigte das Presbyterium die Ausstellung „Kampf um die Wahrheit – Reformation und Gegenreformation im Hunsrück“ im Hunsrückmuseum in Simmern. Beschlossen wurde der abwechslungsreiche Tag mit einem Spaziergang und einem gemeinsamen Abendessen im „Schwarzen Adler“ in Simmern.


Gerd TeschGerd Tesch: Tod am Radweg

Öffentliche Autorenlesung am 15. November

In seinem Debütroman „Tod am Radweg“ erzählt der 1950 geborene Autor Gerd Tesch die konfliktreiche Geschichte dreier Jugendfreunde seines Hunsrücker Phantasiedorfs Willmerod. Wer denkt da nicht an Teschs Geburtsort Pfalzfeld?

Hinter der Krimi-Fassade entdeckt der Leser die existentiellen Fragen von Freundschaft, Treue, Verrat, Verlust und Trauer – und die tragischen Folgen eines Denkfehlers. Wer genau plant, der irrt nämlich nur präziser. Vordergründig geht es um die Polizeiarbeit eines Sondereinsatzkommandos. Die Ermittler müssen das rätselhafte Ableben eines Windparkbetreibers aus Willmerod aufklären, dessen Leiche unweit vom Schinderhannes-Radweg aufgefunden wurde. In seinem zweiten Roman, der im Oktober 2017 erscheinen wird, bleibt Tesch seiner Heimat treu.

Im brandneuen, topmodernen Hunsrück-Hotel in Simmern wird am frühen Morgen des 7. Novembers 2019 eine fünfzigjährige Frau erschossen im Aufzug entdeckt. Man vermutet zunächst eine Beziehungstat. Doch der Mordfall wächst sich zu einem gesellschaftlichen und politischen Skandal aus. Etliche Figuren seines Debüttextes, vor allem das Ermittlungsteam bevölkern Teschs Hotelroman.

Öffentliche Autorenlesung am 15. Nov. um 19.30 Uhr Evang. Gemeindehaus Pfalzfeld, Kirchweg 2