Angedacht

Johannes Dübbelde, Pfarrer

Liebe Leserinnen und Leser,

Genug ist nicht genug, genug kann nie genügen, sang Konstantin Wecker vor 30 Jahren, und manchmal singt er es immer noch. Zum Beispiel im Emmelshausener ZAP. Wenn ich einkaufen gehe, kann ich ihn verstehen. Es gibt wirklich so viele schöne Sachen. Nur, leider habe ich schon genug. Eigentlich habe ich sogar schon viel zu viel. Zum Beispiel CDs, Hemden oder Socken. Trotzdem kaufe ich gerne neue. Wovon ich tatsächlich zu wenig habe, das ist Platz. Das macht im Herbst und im Frühjahr immer aufwendige Inventurmaßnahmen notwendig. Wie viele Hosen habe ich eigentlich? Brauche ich die wirklich? Wie oft habe ich sie angezogen?

Mühsam erst, aber immer entschiedener entdecke ich eine alte Wahrheit, die bisher in meinem Leben keine große Rolle gespielt hat: Weniger ist mehr. Eigentlich paradox. Wie kann weniger mehr sein? Aber wenn ich in diesem Frühjahr nicht einkaufen gehe, habe ich mehr Zeit. Mehr Zeit statt ein paar zusätzlicher, eigentlich überflüssiger Schuhe. Kein schlechter Tausch. Dahinter steht die Frage: Wie viel brauche ich eigentlich? Wann ist es genug?

Fasten ist ein altes Wort für den Satz: Weniger ist mehr. Gerade in der Zeit vor den hohen Festtagen, vor Weihnachten und vor Ostern, könnten wir ihn wieder entdecken. Waren die Fastenzeiten doch traditionell Zeiten des Verzichts. Für Gott. Und für uns. Verzichten, nicht aus Selbstquälerei, sondern zur Wiederentdeckung dieser alten Wahrheit: Weniger ist mehr. Weniger kaufen bedeutet mehr Zeit und mehr Geld für anderes. Zum Beispiel für das Teilen mit anderen. Weniger Essen kann bedeuten, bewusster zu leben. Weniger Fernsehen kann mehr Ruhe bedeuten, vielleicht auch mehr echte Kontakte – eventuell sogar mehr Lebensqualität? Stimmt er also, der Satz: Weniger ist mehr? Finden wir es heraus. Die Passionszeit lädt uns dazu ein.

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen und Euch Ihr und Euer
Pfarrer Johannes Dübbelde


Ihre Ansprechpartner zu Trauungen, Taufen, Bestattungen

Liebe Gemeinde!
Die Pfarrer unserer Gemeinde bemühen sich sehr darum, bei den sogenannten „Amtshandlungen“ (Taufen, Trauungen, Bestattungen) Ihren individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das ist uns als Gemeinde ein wichtiges Anliegen!

In letzter Zeit stellen wir fest, dass die konkreten Zuständigkeiten unserer Pfarrer vielen nicht bekannt sind. Dies hat zur Folge, dass die Mitarbeiterinnen unseres Gemeindebüros sich häufig mit Anfragen beschäftigen müssen, die die Zuständigkeiten der beiden Pfarrer betreffen.

Pfarrer Dübbelde (Tel. 06746 343) ist zuständig für alle Orte der Verbandsgemeinde Emmelshausen mit Ausnahme der Stadt Emmelshausen.
Im Einzelnen sind dies die folgenden Orte: Halsenbach, Ehr, Mermicher Hof, Ehrer Heide, Kratzenburg, Dieler, Ney, Gondershausen, Mermuth, Beulich, Morshausen, Schwall, Dörth, Hungenroth, Karbach, Leiningen mit Lamscheid, Norath, Pfalzfeld mit Nenzhäuserhof, Hausbay, Lingerhahn, Maisborn, Niedert, Thörlingen, Bickenbach, Mühlpfad, Badenhard, Birkheim und Utzenhain. Außerdem kümmert er sich um die Gottesdienste sowie die Seelsorge und die Bestattungen von Menschen mit Wohnsitz im Altenheim Emmelshausen. Ausnahmen sind möglich, wenn eine Beerdigung z.B. von dem Pfarrer bzw. der Pfarrerin des ursprünglichen Heimatwohnsitzes der verstorbenen Person gewünscht wird.

Pfarrer Risch (Tel. 06747 326) ist zuständig für die Stadt(!) Emmelshausen sowie die Orte Buchholz, Herschwiesen, Oppenhausen, Windhausen, Hübingen, Udenhausen und Nörtershausen mit Pfaffenheck. Darüber hinaus verantwortet er zurzeit die Konfirmandenarbeit der Gesamtgemeinde.
Wenn Sie eine Ausnahme von dieser Regel wünschen, bitten wir Sie, zunächst mit dem für Sie zuständigen Pfarrer Kontakt aufzunehmen. Der Umweg über unser Gemeindebüro ist nur zeitraubend und in der Sache auch nicht erforderlich.

Wir sagen herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

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